Coaching

Der Begriff Coaching ist zu einem Modewort geworden. Das verhindert nicht, dass man trotzdem und gerade in der Kirche gefragt wird, was das sein soll. Ursprünglich aus dem Sport übernommen, wo der Coach der mentale Trainer eines Sportlers oder einer Mannschaft ist, hat sich Coaching seit Mitte der achtziger Jahre als Beratungsform auch in Deutschland etabliert. Zunächst als Angebot für Top-Führungskräfte, wird es inzwischen in vielen Firmen auch für die mittlere Führungsebene angeboten und auch im Sozialen- und Non-Profit-Bereich nachgefragt, obwohl dort Supervision nach wie vor verbreiteter ist. Die Übergänge zu Supervision, Mentoring, Organisationsberatung, Mediation, Hypo-systemischer Beratung sowie zu manchen Seelsorgeformen sind fließend.

Coaching geht von der Grundannahme aus, dass jeder Mensch mit einem Problem, zumindest eine Ahnung von der Lösung hat. Die zweite Grundannahme ist, das jeder die zur Lösung notwendigen Fähigkeiten und Ressourcen in sich trägt und mit der Hilfe des Coachs aktivieren oder reaktivieren kann. Coaching ist also Hilfe zur Selbsthilfe. Der Coachee (Kunde) ist im Coaching der Experte für das Problem und auch für die Lösung, der Coach für die richtigen Fragen.

In Coaching-Gespächen geht es vorrangig um das Erreichen der Ziele des Coachees. Sie sind konsequent lösungsorientiert. Das Verstehen eines Problems ist nur insoweit relevant, als es zu seiner Lösung beiträgt. Im Einzelfall lassen sich auch Probleme lösen, die man nicht verstanden hat. Oftmals liegen Probleme außerhalb des eigenen Einflussbereiches. Das bedeutet jedoch nicht, dass man selbst machtlos wäre. Es besteht immer die Möglichkeit, den eigenen Umgang mit einem Problem zu optimieren, und so zu einer zweitbesten Lösung zu kommen.

 

• Ressourcen freilegen • Probleme lösen • Perspektiven gewinnen •